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by Elmar Stellnberger

klimaneutrales Plastik durch Blaualgen

Category: general,
Source: info, action,
Language: de,
Type:
update
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Moritz Koch und sein Team haben an der Universität Tübingen in Deutschland Blaualgen dazu gebracht so viel PHB (Polyhydroxybutyrat) zu bilden, daß dieses 80% der Gesamtmasse der Zelle ausmacht. PHB hat ähnliche Eigenschaften wie Polypropylen, ist aber biologisch abbaubar und wird von den Cyanobakterien wahrscheinlich als Energiespeicher verwendet. Erdölbasierte Kunststoffe bauen sich hingegen sehr sehr lange nicht ab und sind ein großes Problem, weil sie Meere, Böden und Trinkwasser verseuchen. Mit den neuen Forschungsergebnissen könnte PHB im großen Stile hergestellt werden und erdölbasiertes Verpackungsmaterial ersetzen. Kunststoffe aus Bakterien sind schon lange bekannt, doch sind diese nicht klimaneutral wenn sie als Rohstoff Zucker oder Fette statt CO2 benötigen. Bakterienkunstoff kommt auf 5€ pro Kilogramm, fossiler Kunststoff auf 2€ pro Kilogramm (SN 2021-07-23).

Herkömmliches Polyester läßt sich durch ein Enzym aus Rindermägen zersetzten, wie man in Tulln an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Österreich herausgefunden hat (SN 2021-08-04). Das könnte ein weiterer Lösungsansatz für die Plastik-Umweltkrise sein. Während man in Europa nach Lösungen sucht, überlegt sich Adani Enterprises in Indien, wie sie noch mehr verschmutzen können: Petition gegen Plastik aus Kohle, das weltweit schmutzigste Plastik. Wenn sie so viel Kohle nicht verbrennen können, dann wollen sie eben Plastik daraus machen.

In der EU sind, wie 2018 beschlossen, seit Anfang Juli 2021 die meisten Produkte aus Einwegplastik verboten. Daß jetzt biologisch abbaubare Stoffe aus Bagasse (Zuckerrohr), Weizenfasern, Bambusfasern oder Palmblatt im Einsatz sind, ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Ein schwerer Schlag ist jedoch daß für Plastik giftige Zustzstoffe bis ins Detail reglementiert sind, während für Ersatzstoffe nur ein schwammiges Rahmenwerk gilt (SN 2021-08-07). So werden etwa die besonders zu ächtenden PFAS (perfluorierte Alkylsubstanzen) dafür eingesetzt um diese Stoffe wasserabweisend zu machen. PFAS sind extrem gesundheitsschädlich, nicht biologisch abbaubar und reichern sich von der Arktis bis hin zu Nabelschnurblut an. Weiters eingestetzt werden potenziell krebserregende Chlorpropanole. In Stoffen aus Palmblättern wurden hohe Pestizidkonzentrationen gemessen. Dem Konsumenten bleibt, bis es eine tragfähige Nachfolgeregelung gibt, nur ganz auf Fast-Food und Essens-Lieferservices zu verzichten. Das würde auch riesige Müllberge einsparen. Selbst Aluminium ist, wenn es denn vom Körper aufgenommen wird, überaus schädlich, ganz abgesehen von der Rotschlamm-Umwelt-Sauerei.




Inundación en Alemania

Category: general,
Source: info,
Language: es,
Type:
new
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En nuestra opinión, los medios de comunicación, al menos aquí en Austria, informaron con una cobertura comparativamente insufficiente de las devastadoras inundaciones recientes en el oeste de la Alemania. La destrucción es enorme. Más de 1.000 personas están desaparecidas. La pequeña ciudad de Schuld en el valle de Ahr resultó gravemente afectada. Una familia solo pudo salvarse en el techo, otras casas se derrumbaron o se rompieron, parece como despues de un tsunami. La mejor manera de hacerse una idea del desastre es vendo las fotos: volksfreund.de, daswetter.com. Bélgica y Holanda también se vieron afectados: tagesschau.de. Internet, celular y teléfono estaban caídos. La mayoría de las estaciones base de telefonía móvil han vuelto a tener energía, pero muchos de los cables de fibra óptica han sido derribados como si estuvieran enrutados a través de puentes rotos. En algunas áreas no habrá Internet hasta 2022. La electricidad y el agua también deben construirse desde cero en muchos lugares; eso va a tomar tiempo.



Enchente na Alemanha

Category: general,
Source: info,
Language: pt,
Type:
new
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Em nossa opinião, a mídia, pelo menos aqui na Áustria, relatou con uma cobertura comparativamente insuficiente das recentes inundações devastadoras no oeste da Alemanha. A destruição é enorme. Mais de 1.000 pessoas estão desaparecidas. A pequena cidade de Schuld, no Vale Ahr, foi gravemente atingida. Uma família só conseguiu se salvar no telhado, outras casas desabaram ou foram arrastadas, parece como depois de um tsunami. A melhor maneira de ter uma impressão do desastre é vendo os fotos: volksfreund.de, daswetter.com. Bélgica e Holanda também foram atingidos: tagesschau.de. Internet, celular e telefone estavam fora de serviço. A maioria das estações-base de celular está ligada a eletricidade agora, mas muitos dos cabos de fibra ótica foram derrubados como se tivessem passado por pontes arrastadas. Em algumas áreas, não haverá internet até 2022. Eletricidade e água também devem ser construídas do zero em muitos lugares; isso vai levar tempo.



Flood in Germany

Category: general,
Source: info,
Language: en,
Type:
new
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In our opinion, the media, at least here in Austria, reported with comparatively insufficient coverage about the recent devastating flood in Western Germany. The destruction is enormous. Over 1,000 people are missing. The small town of Schuld in the Ahr Valley was badly hit. One family could only save themselves on the roof, other houses have collapsed or torn away, it looks like after a tsunami. The best way to get an impression of the disaster is to look at the pictures: volksfreund.de, daswetter.com. Belgium and the Netherlands were also hit: tagesschau.de. Internet, cellular and telephone were down. Most of the cell phone base stations are now back on power, but many of the fiber optic cables have been torn off, f.i. because they were routed across torn bridges. In some areas there will be no internet until 2022. In many places, electricity and water also have to be built from scratch; that's going to take time.



Hochwasser in Deutschland

Category: general,
Source: info,
Language: de,
Type:
new
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Über das verheerende Hochwasser unlängst im Westen Deutschlands ist unserer Meinung nach in den Medien zumindest hier in Österreich nur vergleichsweise unzureichend berichtet worden. Dabei sind die Zerstörungen enorm. Über 1.000 Menschen werden vermisst. Stark getroffen war die Kleinstadt Schuld im Ahrtal. Eine Familie konnte sich nur aufs Dach retten, andere Häuser sind eingestürzt oder weggerissen, es sieht aus wie nach einem Tsunami. Am besten kann man sich in Bildern einen Eindruck von der Katastrophe verschaffen: volksfreund.de, daswetter.com. Auch Belgien und die Niederlande wurden getroffen: tagesschau.de. Internet, Mobilfunk und Telefon waren ausgefallen. Inzwischen haben die meisten Mobilfunk-Basisstationen wieder Strom, doch sind viele der Glasfaserkabeln, wie über weggerissene Brücken geleitet, abgerissen. In manchen Gebieten wird es bis 2022 kein Internet geben. Auch Strom und Wasser müssen vielerorts von Grund auf neu gebaut werden; das wird dauern.