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by Elmar Stellnberger

COP26: NDCs vergleichbar machen

Kategorie: general,
Quelle: info,
Sprache: de,
Typ:
new
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Wir haben versucht die NDCs (nationale Reduktionsverpflichtungen) der Top-Emitter in dieser Reihenfolge 1:China, 2:USA, 3:Indien, 4:EU-28 vergleichbar zu machen. Die -50% der USA können nicht direkt mit den -55% der EU verglichen werden, da die USA mit einem Basisjahr hoher Emissionen von 2005 und die EU mit einem Jahr niedriger Emissionen von 1990 rechnen. Wir glauben Joe Biden könnte in der Tat mehr tun. Wir hören immer wieder, daß Protestierende gegen Teersand und Fracking Pipelines arrestiert werden. Teersande sind die schmutzigsten fossilen Brennstoffe und müßten am besten gleich abgeschafft werden. Chinas Ziel von -65%/2005 in Bezug auf das BIP (Bruttoinlandsprodukt) bis 2030 ist ehrgeizig, wenn es auch von einer hohen Basis ausgeht. Da das Ziel nach dem künftigen Wirtschaftswachstum variiert, ist schwer zu sagen, wie es sich mit dem EU-Ziel von -55% vergleicht. Indiens -33% des BIP/2005 sind am wenigsten ehrgeizig. Aufgrund des wirtschaftlichen Wachstums ist die Reduktionsverpflichtung tatsächlich geringer, als es scheint. Wir denken, daß Narendra Modi mehr tun könnte. Indien plant, seinen Kohlebergbau bis 2024 um 37% auszubauen, da die Nachfrage Indiens nach Kohle sonst über Importe nur mehr unzureichend abgedeckt werden könnte. Ein Artikel im Guardian sagt, daß Indien derzeit erst gar kein Problem mit der Deckung des Energiebedarfs hätte, wenn es zuvor mehr in erneuerbare Energien investiert hätte. Wir werden unsere Berechnungen hier aktualisieren, sobald wir neue oder bessere Daten haben.



COP26 Waldschutz: nur heiße Luft!

Kategorie: general,
Quelle: info,
Sprache: de,
Typ:
update
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Anführer wie Xi Jinping, Jair Bolsonaro und Joe Biden haben eine neue Vereinbarung präsentiert um die Entwaldung bis 2030 aufzuhalten. Die wichtigsten Waldländer wie Brasilien, die Demokratische Republik Kongo und Papua-Neuguinea werden alle mit unterschreiben. Leider wird es damit ein weiteres Jahrzehnt der Waldzerstörung geben! Das ist zu viel. Der Amazonas ist bereits am Rande der Vernichtung und kann kein weiteres Jahrzehnt der Abholzung mehr ertragen. Indigene Völker fordern 80% des Amazonas bis 2025 zu schützen. Andernfalls könnte sich der Rest in Savanne verwandeln. Es gibt selbst wenig Chance, daß Bolsonaro diese völlig freiwillige Vereinbarung überhaupt einhalten wird. Mit der New Yorker-Erklärung von 2014 ist dasselbe passiert. Die hätte ein Ende der Entwaldung in den Lieferketten bis 2020 verlangt. Bolsonaro bereitet derzeit weiterhin ein neues Gesetzespaket vor, das die Entwaldung noch verstärken würde. Ohne Maßnahmen die Nachfrage nach industriellen Fleisch- und Molkereiprodukten zu verringern besteht keine Chance, daß Waldschutz wirksam ist. Deshalb brauchen wir noch das europäische Waldschutzgesetz!
Hauptlink: Erfolg gegen Entwaldung in Indonesien und Malaysia / siehe auch Greenpeace-Erklärung.

NRDC: What is happening at COP26?



Steven Donziger muß ins Gefängnis

Kategorie: general,
Quelle: info,
Sprache: de,
Typ:
update
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Chevron/Texaco hat in Ecurador aus Profitgier millionen Liter giftiger Abfälle aus der Ölförderung in Teiche und Flüsse eingeleitet, obwohl es damals Stand der Technik war diese in den Untergrund rückzuführen. Die Menschen hatten kein sauberes Trinkwasser mehr und sind an Krebs gestorben. Der Anwalt Steven Donziger hat Ecuador verteidigt und hat sich danach geweigert Computer, Handy und vertrauliche Akten über seine Klienten illegalerweise an Chevron auszuliefern. Deshalb hat ihn die von Chevron gekaufte US-Justiz unter einen scheinbar nicht enden wollenden Hausarrest, mehr als zwei Jahre lang, gestellt. Eine von Chevron eingestellte Richtern hat ihn schließlich heute in einem der unsichersten Gefängnisse der USA inhaftieren lassen, wo schon viele Menschen getötet oder verletzt worden sind. Amnesty International, Protect the Protest Task Force, Amazon Watch, Law Students for Climate Accountability und Schauspielerin und Aktivistin Lucy Lawless haben Generalstaatsanwalt Garland und Präsident Biden übereinstimmend dazu aufgefordert der Entscheidung der United Nations Working Group on Arbitrary Detention (Arbeitsgruppe zu willkürlicher Inhaftierung) nachzukommen und Steven Donziger sofort freizulassen.



Wasserstoffmobilität

Kategorie: general,
Quelle: info,
Sprache: de,
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Der Wirkungsgrad der Elektrolyse von Wasser ist gleich niedrig wie der eines Verbrennungsmotors: 30%. Dennoch werden wir nicht auf Wasserstoffmobilität verzichten können. Nur 50% der elektrischen Energie können nach einer Mobilitätswende in Deutschland selbst hergestellt werden.



Wir können auch ohne F-Gase auskommen

Kategorie: general,
Quelle: info,
Link: about:blank,
Sprache: de,
Typ:
new
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Reine Fluorgase sind im Gegensatz zu FCKWs zum Glück nicht ozonschädlich; sie sind aber immer noch Supertreibhausgase. Schwefelhexafluorid SF6, als Isoliergas in der Stromverteilung verwendet, ist 24.000 mal klimaschädlicher als CO2 und damit das aggressivste Treibhausgas der Welt. Dabei gibt es für fast alle Anwendungsbereiche natürliche Alternativen wie CO2 selbst, Ammoniak oder Propan. Die EU schreibt einen schrittweisen Ausstieg aus F-Gasen vor. Dabei setzen viele Hersteller auf effizienter einsetzbare Hydrofluorlefine, ungesättigte organische Fluorverbindungen. HFO-Kältemittel haben ein niedriges Treibhauspotential und sind für die Ozonschicht ebenfalls unbenklich. Jedoch haben diese persistente Abbauprodukte wie Trifluoressigsäure TFA, welche sich in der Umwelt anreichern, bereits in Bier und Wein nachweisbar sind. Die gesundheitlichen Folgen sind unbekannt. Ein Einsatz der wahrscheinlich schädlichen Substanzen widerspricht somit dem in der EU gültigen Vorsorgeprinzip. Europaweit können durch den Ausstieg aus F-Gasen 100 Millionen Tonnen CO2 Äquivalente bis 2030 eingespart werden. Ein weltweiter Umstieg auf unbedenkliche Substanzen wäre wünschenswert. Gerade die für den Kampf gegen den Klimawandel notwendigen Wärmepumpen sollten auch auf alternativen zu gesättigten, treibhausgefährlichen FKWs verzichten.