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by Elmar Stellnberger

COP26 zu Ende gebracht

Kategorie: general,
Quelle: info,
Sprache: de,
Typ:
new
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Wie bereits durchgedrungen ist die ursprünglich starke Abschlußerklärung der COP26 noch in letzter Minute entscheidend verwässert worden. Einige Länder, vom Hörensagen auf der Konferenz waren das Indien, China, Australien und die USA, haben “ineffizient” und “unvermindert” (“unabated”) zu „Ausstieg/Phase-Out aus der unverminderten Kohleverstromung und ineffizienter Förderungen fossiler Energieträger” hinzugefügt. Das Wort “ineffizient” vor “Förderungen fossiler Energieträger” macht die Aussage mehr oder weniger sinnlos. Wann sind Förderungen “ineffizient”? Wenn sie das Klima nicht effizient zerstören? Indien hat schließlich “phase-out” zu “phase-down” zusammenlobbyiert. Also kein Kohleausstieg, nur eine Reduktion. Das ist wirklich bedauernswert, wenngleich wir auch das positive Erreichte am Gipfel hervorstreichen wollen. Es ist das erste mal, daß der Kohleausstieg überhaupt erwähnt worden ist. Das erste mal hätte das bei der ersten COP 1995 in Berlin passieren sollen, doch damals war die Lobby stärker. Das 1,5°C wurde gegenüber dem 2°C Ziel bekräftigt. Der Schutz von Natur und Ökosystemen hat das erste mal Erwähnung gefunden, sind diese doch als Kohlenstoffsenken äußerst bedeutungsvoll.

Artikel 6 / das Offsetting sind detailliert worden. Das Cap-and-Trade System kann aber weder effektiv die Waldzerstörung stoppen noch Emissionen in entwickelten Ländern reduzieren. Bolsonaro will die illegale Entwaldung verringern, indem er sie legal macht. Wir glauben, daß das Offsetting wenn überhaupt nur kurzfristig von Nutzen sein kann, auf längere Frist wird man sich etwas anderes überlegen müssen, verhindert dies doch Null-Emissionen.

Neben neuen Reduktionszusagen hat es am COP26 Gipfel zahlreiche Initiativen gegeben. Eine davon ist jene zur Reduktion des Methanausstoßes, angeführt von EU und USA, der aber Rußland Indien und China nicht angehören. Macht nichts, die Reduktion von Methan und anderer THG hat es in die Abschlußerklärung geschafft. Sehr wichtig ist auch die angekündigte Kooperation zwischen den USA und China; ohne diese beiden Staaten ist der Kampf gegen den Klimawandel nicht zu gewinnen. Die Waldinitiative haben wir schon erwähnt; wesentlich dabei ist daß auch Brasilien und Indonesien unterzeichnet haben, obwohl zweiteres gerne wieder zurückgetreten wäre. Auch der Zusammenschluß von 450 Banken und Fonds bekannt unter “Glasgow Financial Alliance for Net Zero” mit 40% des weltweiten Vermögens hätte einen gewaltigen Hebel in der Hand etwas zu verändern. Die Zusage ist aber im Gegensatz zu den von Staaten getätigten nicht bindend.

Insgesamt würden die jetzigen Zusagen für eine Reduktion auf 1,8°C ausreichen. Das würde aber eine radikale Änderung der Politik erfordern; derzeit steuern wir auf 2,7°C Erwärmung zu, die Emissionen steigen. Zum Nachschärfen der Klimaziele wollen sich die Staaten bereits Ende nächsten Jahres wieder treffen. Die Zusagen vieler Staaten stimmen nach wie vor nicht mit dem 1,5°C Ziel überein. Letztlich wird es bei der Erderwärmung auf jedes Zehntelgrad ankommen, um das reduziert werden kann.




Beyond Oil & Gas Alliance: Stop Oil Drilling

Kategorie: general,
Quelle: action,
Sprache: en,
Typ:
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Just days after the COP26 President Biden wants to sell oil, gas and fracking leases in the Gulf of Mexico that would result in the production of up to 1.12 billion barrels of oil and 4.4 trillion cubic feet of gas over the next 50 years. Stop it!, USA: tell the FOI (Federal Insurance Office) that insurance companies should not insure fossil fuel projects while they raise contributions or stop insuring for everyone by climate chaos (see sample commments).



COP26 geht am Freitag zuende

Kategorie: general,
Quelle: info,
Sprache: de,
Typ:
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Der Entwurf der COP26 Abschlußerklärung drängt darauf aus der Kohlenutzung auszusteigen und Subventionen für fossile Brennstoffe abzuschaffen. Und, das ist wesentlich, der Text ist rechtlich bindend für alle Unterzeichner. Aber es gibt auch Klimaleugner und Nachzügler wie die australische Regierung, die versuchen den Abschlußtext zu lobbyieren und zu verwässern, damit sie weiter machen können wie bisher …



Über Milch als Lebensmittel

Kategorie: general,
Quelle: info,
Sprache: de,
Typ:
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Nicht nur ein hoher Fleischkonsum ist schlecht für Klima, Umwelt und Gesundheit. Gleiches gilt auch für einen hohen Milchkonsum. Das Problem ist vor allem die massenhafte und industrielle Gewinnung dieses Rohstoffes. Während eine Kuh sich normalerweise zu 100% von Gras ernährt, bekommen Kühe in der Hochleistungsproduktion eine Silage die zu zwei dritteln aus Feldfrüchten und hier zumeist aus gentechnisch manipuliertem Soja aus Übersee stammt. Für diese Schattenfutterflächen wird Regenwald großflächig gerodet. Der übernatürlich hohe Eiweißgehalt dieser Kost schlägt sich in einem hohen Stickstoffgehalt der Gülle nieder, welcher das Grundwasser verseucht. Nitrat wird vom Körper in das krebserregende Nitrit umgewandelt oder entweicht in Form von Lachgas (ein Stickstoffoxyd) in die Atomsphäre, wo es als potentes Treibhausgas das Klima schädigt. Grast die Kuh auf einer Alm, so enthält natürlich auch die Milch gesündere Fettsäuren, als wenn diese Gras von monotonen, überdüngten Fettwiesen frißt. Der EU-Steuerzahler fördert die Produktion von Milch mengenmäßig. Die Milch wird dann nach energieintensiver Trocknung in Form von Milchpulver nach Afrika exportiert und ruiniert die dortigen Märkte. Für mehr Ernährungssicherheit wäre aber gerade eine lokale, kleinbäuerliche Landwirtschaft notwendig. Milch ist aber überhaupt nicht so gesund, wie es uns die Milchindustrie weismachen will, zumindest dann wenn diese in Massen genossen wird. Milch fördert beim Kalb Wachstum und Zellteilung, im ausgewachsenen Organismus ist dies jedoch unerwünscht. Wissenschaftler führen darauf einen Anstieg der Krebsrate zurück, wofür es besonders im Falle von Prostatakrebs den stärksten Nachweis gibt. Hoher Milchkonsum könnte aber auch andere Krebsarten fördern (Weltjournal 03.11.2021). Jene Länder mit dem höchsten Milchkonsum sind auch jene Länder mit der höchsten Rate an Knochenbrüchen (Statistik an 300.000 Männer, Frauen und Jungendlichen). Das könnte unter anderem daran liegen, daß Milch zwar viel Calcium enthält aber auch Phosphor, welches die Resorption von Calcium hemmt. Getränke wie Cola enthalten hingegen nur Phosphor (Colaosteoporose). Regelmäßige Bewegung wirkt auch für den Knochenaufbau.



Die große Lüge von der Netto Null

Kategorie: general,
Quelle: info,
Sprache: de,
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Heute habe ich in den Salzburger Nachrichten gelesen wie diese das New Climate Institute zitieren: Wenn man das 1,5° Ziel erreichen will, muß man sich bei Artikel 6 einigen, dem Carbon-Offsetting. Bei einem Carbon Offset Credit finanziert ein Land CO2 Einsparungen in einem Entwicklungsland und läßt sich die Einsparungen auf seine eigene Bilanz anrechnen. Der Haken dabei ist, daß damit die Emissionen im Erste-Welt-Land unvermindert weitergehen. Rechnerisch hat man sie aber auf das Entwicklungsland verschoben und das bleibt dann auf diesen Emissionen sitzen. Selbst wenn das Entwicklungsland tatsächlich 100% seines CO2 Ausstoßes eingespart hätte, behielte es rechnerisch die an entwickeltere Länder verkauften Emissionen. Um diese loszuwerden, müßte es seinerseits Emissionen verkaufen bis sich die Katze in den Schwanz beißt. Das Gerede von der Netto-Null ist also nichts als eine große Lüge, denn die ist nicht erreichbar. Es handelt sich hier um Emissionen, die weitergehen und tatsächlich nie mehr eingespart werden können. Noch schlimmer handelt es sich bei den verkauften Projekten oft um Projekte die etnweder so-und-so realisiert worden wären oder tatsächlich gar nichts einsparen. Das etwa bei Conservation-Projekten wo Indigene von ihrem Land vertrieben werden, damit die Emissionen im Norden weitergehen können. Tatsächlich ist das klima- und umweltschädlich, denn die Entwaldung ist stets dort am geringsten, wo das Land bei den Indigenen bleibt. Lesen Sie auch was Greenpeace zum Carbon Offsetting schreibt. Zurück zum New Climate Institute. Dieses sagt, daß es von 6 Partnern gemanaget wird, sagt aber nicht welche das sind und wer hier die Geldgeber sind. Telefonisch sind sie nicht erreichbar und unser Email blieb bis zum Erscheinen dieser Nachricht unbeantwortet. Ein Forstschritt wäre es in Wirklichkeit, wenn sich die COP26 gegen Artikel 6 und für ein Real-Zero entscheiden würden.