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by Elmar Stellnberger

Reserveantibiotika in Massentierhaltung

Kategorie: general,
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Sprache: de,
Typ:
new
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Am 17.09.2021 hat sich die konservativ-liberale Mehrheit im EU-Parlament gegen ein Verbot von Reserveantibiotika in der Massentierhaltung ausgesprochen. Reserveantibiotika sind Antibiotika die man beim Menschen einsetzt, wenn andere Antibiotika aufgrund von Resistenzen nicht mehr wirken. Jährlich gibt es so etwa 33.000 Todesfälle aufgrund multiresistenter Keime in Europa. Obwohl es möglich war den Einsatz von Antibiotika mit Impfungen des Tierbestandes zu reduzieren, ist deren Verwendung zuletzt wieder angestiegen. Das Hauptübel sind überfüllte, riesige Ställe, die die Ausbreitung von Krankheitskeimen fördern. Reserveantibiotika kommen dort auf 40% des Gesamtverbrauchs an Antibiotika. Besonders belastet soll Putenfleisch sein. Beim Diskonter Lidl waren 35% der Proben mit resistenten Keimen belastet, bei Aldi 26%. Anstecken kann man sich bei Zubereitung und Verzehr. Über die Gülle gelangen zudem große Mengen an Keimen in die Umwelt (siehe vorhergehende Nachricht). Das Problem ist, daß Antibiotika immer gleich dem gesamten Tierbestand verabreicht werden anstatt kranke Tiere für eine Einzelbehandlung herauszunehmen.



Bundeskanzler Kurz tritt zurück

Kategorie: general,
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Sprache: de,
Typ:
update
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Bundeskanzler Kurz hat seinen Rücktritt erklärt, weist jedoch jede Schuld von sich. — … liegen vorn. Können wir das nicht umdrehen? Ja können wir. — Angesichts von dem was uns aus den Chatprotokollen bekannt ist, wäre eine Entschuldigung ohne ausschließlichen Verweis auf Formulierungen wohl angebracht gewesen. Daß mit Verweis auf seine weiße Weste nichts war, ist wohl nicht richtig, auch wenn sich die Beschuldigungen strafrechtlich nicht erhärten sollten. Immerhin hat er den Weg frei gemacht für eine Fortsetzung der Schwarz-Grünen Koalition.



Werden Sie aktiv: Sicherheitsvorschriften für GVO beibehalten

Kategorie: general,
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Sprache: de,
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Die Biotech-Industrie führt einen anhaltenden Lobbykrieg, um neue GVO von den aktuellen europäischen Sicherheitskontrollen, Überwachungen und Verbraucherkennzeichnungen auszuschließen. Die Europäische Kommission hat gerade eine öffentliche Konsultation eingeleitet, die nur bis zum 22. Oktober 2021 läuft. Bisher war der Prozess stark zugunsten der Biotech-Industrie beeinflußt. Es ist wichtig, daß Ihre Stimme jetzt gehört wird! 2018 entschied das höchste Gericht der EU, daß die aktuellen Vorschriften auch auf neue GVO anzuwenden sind. Nun wollen Politiker die Regeln ändern, damit die Gesetze nicht mehr auf neue Methoden der Genmaniuplation anwendbar sind.



Rezo-Video zu Korruption und Lobbyismus

Kategorie: general,
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Sprache: de,
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Neues Video des Youtubers Rezo zu Korruption und Lobbyismus. Recherchiert dazu hat unter anderem auch abgeordnetenwatch.de. Eigentlich hätten wir das Video schon vor den Wahlen in Deutschland posten sollen. Es enthält auch interessante Informationen zu Olaf Scholz.



Österreich: gekaufte Umfragen für Kanzler Kurz (ÖVP)

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Bezahlte Umfragen, die gute Werte für Kurz darstellen, sind als Scheinrechnungen über das Finanzministerium abgewickelt worden. Daraus ergibt sich der Vorwurf der Untreue. Zudem sind zwischen mitte 2016 und dem 1.Quartal 2018 insgesamt 1,3 Millionen Euro über Inserate für willfährige Berichterstattung an Medien gezahlt worden (siehe elektronische Abonnementausgabe der SN vom 07.10.2021). Daraus leitet sich der Vorwurf der Bestechung und Bestechlichkeit ab. Ist Bundeskanzler Kurz damals nur aufgrund gezinkter Umfragen vom Außenminister zum Kanzler aufgestiegen? Die Vorwürfe wiegen schwer: Es wird gegen den Kanzler, sein Team, zwei Medienmacher und zwei Meinungsforscherinnen ermittelt. Pikantes Detail am Rande ist, daß gerade jener Richter, der Kurz auf Drängen der ÖVP statt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwalt bezüglich des Vorwurfes einer falschen Zeugenaussage vor dem Ibiza Untersuchungsausschuß befragt hatte, die Hausdurchsuchungen in der ÖVP Zentrale und bei Vertrauten von Kurz genehmigt hat. Zudem hat der ORF jetzt auch unmißverständliche Chatnachrichten zu der Causa in den Hauptnachrichten ausgesendet.

Es wäre wünschenswert, daß die ÖVP als Partei Verantwortung bekennt und Konsequenzen zieht und einen Nachfolgekandidaten für Bundeskanzler Kurz vorschlägt. Das wäre aufgrund der gravierenden Vorwürfe und deren Klarheit auch im Interesse der ÖVP Wähler. Die Grünen, die als Partei für saubere Umwelt und saubere Politik angetreten sind, können so nicht weitermachen. Ohne die ÖVP wird es aber auf kurz oder lang zu Neuwahlen kommen, denn im Parlament ist eine Mehrheit ohne die FPÖ nicht möglich. Mit einer Partei der Coronaleugner, die gegen die Impfung wettert (angeblich mit Unterstützung von ServusTV) ist eine verantwortungsvolle Politik wohl auf Dauer nicht machbar. Was aber wäre das Ergebnis von Neuwahlen? Eine gestärkte FPÖ, die die Mehrheitsfindung dann noch schwieriger macht. Man kann sich so nur wünschen, daß die Koalition zwischen ÖVP und Grünen fortgesetzt werden kann. Daß beide Parteien gut, konstruktiv und fruchtvoll zusammenarbeiten können, hat denn erst die ökosoziale Steuerreform vor wenigen Tagen bewiesen (wenngleich ein paar umweltpolitische Pferdefüße bleiben). Die ÖVP muß Verantwortung bekennen und kann nicht auf eine Erpressung der Grünen oder eine Vertuschung durch die Medien bauen. Es ist zwar gut möglich, daß viele Medien die Vorwürfe gegen Kurz jetzt monatelang hochkochen werden ohne diese je zu benennen; auf frisierte Berichterstattung alleine zu setzen scheint mir aber dennoch längerfristig nicht zielführend zu sein.